Zwergdommel- Einheimische Vögel in Deutschland

 

Zwergdommel (Ixobrychus minutus)

Systematik:

-> Klasse: Vögel (Aves)

-> Ordnung: Schreitvögel (Ciconiiformes)

-> Familie: Reiher (Ardeidae)

-> Art: Zwergdommel (Ixobrychus minutus)



Zwergdommel (Männchen) im Schilf versteckt


junge Zwergdommel

Status Rote Liste Deutschland:

Kategorie 2 / stark gefährdet

Steckbrief:

Aussehen

Die Zwergdommel erreicht eine Größe von 33 bis 37 cm und ist damit die kleinste heimische Reiherart. Das Männchen hat einen schwarzen Scheitel und Rücken, die Unterseite ist bräunlich bis gelblich gefärbt. Das Weibchen ist insgesamt weniger kontrastreich gezeichnet, Jungvögel haben ein bräunlich gemustertes Gefieder.

Verhalten

Sie lebt meist sehr versteckt und recht scheu, wobei sie schnell und geschickt durchs Schilf klettern kann.

Rufe

Die Balzrufe des Männchens ähneln einem dumpfen "wru" und sind meist nachts oder in der Dämmerung zu hören.

Lebensraum

Die Zwergdommel lebt bevorzugt in Feuchtgebieten mit großen Schilfbeständen. So ist sie beispielsweise an Sümpfen, Seen und Auengewässern anzutreffen.

Nahrung

Sie ernährt sich hauptsächlich von Fischen, Fröschen, Insekten, Mollusken und Würmern.

Brut

Das Nest aus Schilfhalmen wird gut versteckt im Röhricht oder in angrenzendem Gebüsch errichtet. Die 5 bis 6 Eier werden von beiden Partnern über einen Zeitraum von 17 bis 21 Tagen bebrütet. In der Regel gibt es nur eine Jahresbrut.

Sonstiges / Zugverhalten

Als Langstreckenzieher überwintern sie in Afrika und kehren im Mai ins Brutgebiet zurück.

Bestand

Die Zwergdommel ist in Deutschland ein sehr seltener Brutvogel. Im Laufe des 20. Jahrhunderts gingen ihre Bestände verbreitet zurück, in den letzten Jahrzehnten konnten sie sich auf niedrigem Niveau weitgehend stabilisieren.