Sperber- Einheimische Vögel in Deutschland

 

Sperber (Accipiter nisus)

Systematik:

-> Klasse: Vögel (Aves)

-> Ordnung: Greifvögel (Falconiformes

-> Familie: Habichtartige (Accipitridae)    

-> Art: Sperber (Accipiter nisus



Sperber (Männchen)


Sperber im Flug

Status Rote Liste Deutschland:

nicht gefährdet

Steckbrief:

Aussehen

Der Sperber wird 30 bis 40 cm groß, das Weibchen ist deutlich größer als das Männchen. Die Flügelspannweite beträgt maximal 75 cm. Das Gefieder des Männchens ist an der Körperoberseite graublau, die Körperunterseite ist weiß und fein dunkel gebändert. Je nach Individuum ist eine Orangefärbung an der Rumpfunterseite unterschiedlich stark ausgeprägt. Das Weibchen ist auf der Oberseite ebenfalls graubraun, an der Unterseite aber weniger orange und farbenprächtig. 

Verhalten

Typisch sind die schnellen Flügelschläge und die große Wendigkeit im Flug. Gegenüber Artgenossen ist er territorial.

Rufe

Die recht selten zu hörenden Rufe ähneln einem schnellen "ki-ki-ki-ki". 

Lebensraum

Der Sperber kommt v.a. in Nadel- und Laubwäldern vor, siedelt aber mittlerweile zunehmend in Menschennähe. So kann man ihn meist außerhalb der Brutzeit auch in Parks, Wohngebieten und anderen Grünanlagen antreffen. 

Nahrung

Es werden hauptsächlich Kleinvögel erbeutet, selten auch Kleinsäuger oder Reptilien.

Brut

Der Horst aus Zweigen wird bevorzugt auf Nadelbäumen errichtet. Das Gelege aus durchschnittlich 4 bis 6 Eiern wird oft vom Weibchen alleine über einen Zeitraum von 33 bis 36 Tagen bebrütet.

Sonstiges / Zugverhalten

Der Sperber ist in Mitteleuropa ein Standvogel, die nördlichen Populationen ziehen im Winter nach Süden.

Bestand

Nach intensiver Verfolgung ab Mitte des 19. Jahrhunderts und späteren Bestandseinbußen durch Pestizideinsetzung haben sich die Bestände erholt, sodass der Sperber heute in Deutschland als nicht gefährdet gilt.