Rotfußfalke- Einheimische Vögel in Deutschland

 

Rotfußfalke (Falco vespertinus)

Systematik:

-> Klasse: Vögel (Aves)

-> Ordnung: Greifvögel (Falconiformes)

-> Familie: Falken (Falconidae)

-> Art: Rotfußfalke (Falco vespertinus)



Rotfußfalke im Jugendkleid


adultes Weibchen im Flug

Status Rote Liste Deutschland:

--- / kein Brutvogel

Steckbrief:

Aussehen

Der Rotfußfalke erreicht eine Größe von 28 bis 34 cm und eine Flügelspannweite von 75 cm. Das Männchen hat ein dunkelgraues Gefieder, die Beine und die umliegende Befiederung sowie die Unterschwanzdecken sind dunkelrot gefärbt. Das Weibchen hat einen blaugrau gemusterten Rücken, Bauch und Kopfoberseite sind kräftig orange gefärbt. Das Gesicht ist weiß mit dunkler Zeichnung. Jungvögel haben einen bräunlich gemusterten Rücken, die Unterseite ist dunkel gestreift und die Beine sind kräftig gelblich gefärbt.

Verhalten

Zur Brut- und Zugzeit sind sie oft gesellig und in kleineren Gruppen anzutreffen.

Rufe

Die hellen Rufe ähneln einem "kikiki...", vom Männchen können auch wimmernde Laute wie ein "kju-kju-kju..." zu hören sein.

Lebensraum

Der Rotfußfalke lebt in offenen Steppenlandschaften mit eingestreuten Baumgruppen. Das Brutgebiet erstreckt sich von Osteuropa bis Zentralasien. Als Durchzügler rastet er in Mitteleuropa auch bevorzugt in offenen, übersichtlichen Landschaften.

Nahrung

Er ernährt sich vorwiegend von Insekten, die im Flug gefangen werden. Seltener werden auch Kleinsäuger, Reptilien, Amphibien oder Kleinvögel erbeutet.

Brut

Oft wird in kleinen Kolonien gebrütet. Meist wird kein eigenes Nest gebaut, sondern von anderen Vogelarten (z.B. Krähen) übernommen. Das Weibchen legt 4 bis 5 Eier, die von beiden Partnern abwechselnd 22 bis 23 Tage lang bebrütet werden.

Sonstiges / Zugverhalten

Als Langstreckenzieher überwintert er im Süden Afrikas und erreicht erst im Mai wieder sein Brutgebiet.

Bestand

Der Rotfußfalke ist in Deutschland kein Brutvogel und ein seltener Durchzügler. Die Brutbestände gingen in den letzten Jahrzehnten vor allem in den osteuropäischen Gebieten zurück, der weltweite Bestand wird aber noch nicht als bedroht eingestuft.